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Der Neubau im Kinderzoo Rapperswil wird 26 Meter hoch

Ein markanter Neubau und ein hoher Turm mit Metallfassade als Blickfang: So präsentiert sich der Ersatz für die Seelöwen-Arena, der in Knies Kinderzoo entstehen soll. Seit gestern geben die Pläne Einblick in Details.

Ramona
Nock
Freitag, 11. Januar 2019, 04:30 Uhr Pläne enthüllt

Grosses ist geplant in Knies Kinderzoo in Rapperswil. Was in den letzten Wochen zum angestrebten Neubau im Herzen des Kinderzoos durchgesickert ist («Linth-Zeitung» vom 5. Dezember), kann jetzt öffentlich eingesehen werden. Die Pläne, Dokumentationen und Berichte zum Ersatzneubau liegen seit gestern auf der Stadtverwaltung von Rappers- wil-Jona auf. Während zweier Wochen können sich Interessierte ein Bild vom geplanten Projekt machen. Ebenso lange läuft die Einsprachefrist.

Ein Blick in die Unterlagen bestätigt: Im Kinderzoo soll ein architektonisch aussergewöhnlicher Bau entstehen. Der Neubau, der die bisherige Seelöwen-Arena («Otarium») ersetzt, besteht aus einem Holzelementbau mit einem Turm und ist an der höchsten Stelle rund 26 Meter hoch. Der Turm ist mit einer Metallfassade eingekleidet. Innovativ sei vor allem die geschwungene Holz-Tragkonstruktion, beurteilt Stadtrat und Bauchef Thomas Furrer das Vorhaben.

Platz für bis zu 500 Personen

Mit dem Neubau setzt Knie noch stärker auf Events: Die Arena im Innern des Gebäudes verfügt über eine Fläche von 623 Quadratmetern. Auf den Plänen ersichtlich sind ein versenkbares Bühnenpodest sowie eine Auszieh-Tribüne. Diese ermöglichen eine vielseitige Nutzung: Wie es im Projektbeschrieb heisst, soll der Neubau «als multifunktionaler Ort» dienen. Möglich seien diverse abendliche Events wie Bankette, Zirkus, Galadiners, Konzerte oder Workshops. Bis zu 500 Personen sollen darin Platz haben. Das Gebäude hat zudem ein ringförmiges Untergeschoss für Technik- und Lagerräume. Ziel sei es, den Ersatzneubau ganzjährig bewirtschaften zu können.

Musik als «heikelster Punkt»

Damit die abendlichen Events mit Musik bei den Quartierbewohnern nicht für schlaflose Nächte sorgen, ist die Fassade mit einem Schallschutz ausgestattet. Zudem gibt es im Lärmschutzbericht Empfehlungen, um möglichen Lärm nach Aussen zu reduzieren: Etwa der Hinweis, bei der Musikanlage einen Regler einzubauen und die Türen und Fenster geschlossen zu halten. Die Musik im Innern des Gebäudes wird «generell als heikelster Punkt erachtet», heisst es im Fazit. Die Bewohner des Quartiers seien bereits lärmvorbelastet: durch den Strassenverkehr, den Betrieb des Kinderzoos und die nahen Tennisplätze.

Von allfälligen Lärmemissionen betroffen seien vor allem die nördlich benachbarten Wohngebäude. Auf den übrigen Seiten des Neubaus sei die Entfernung zu Nachbarn wesentlich grösser. Ausserhalb des Gebäudes ist keine Musik geplant.

Die Stadt stehe dem Vorhaben positiv gegenüber, sagt Bauchef Thomas Furrer. Mit Mehrverkehr im Quartier sei kaum zu rechnen. Weil die Familie Knie die Quartierbewohner frühzeitig informiert habe, erwarte er «keine Flut an Einsprachen». Er schätzt, dass der Neubau im Idealfall auf die Saison 2021 hin eröffnet werden könnte.

Zukunft der Seelöwen unklar

Vor Baubeginn muss die bestehende Seelöwen-Arena abgebrochen werden. Auf die Haltung von Seelöwen will der Kinderzoo künftig verzichten (LZ vom Dienstag). Was mit den Tieren geschieht, ist noch unklar. Laut «St. Galler Tagblatt» halten Tierschützer das «Connyland» für eine Option.

Von Knies Kinderzoo war gestern niemand für eine Stellungnahme erreichbar. Auch was Visualisierungen betrifft, halten sich die Verantwortlichen bedeckt.

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