Bestweite, Hundertstelpech und Steigerung – das war das Sportwochenende
Skispringer Yanick Wasser klassiert sich so weit vorne wie noch nie. Snowboarderin Ladina Caviezel muss den nächsten Rückschlag hinnehmen. Das und noch mehr lief am Wochenende im Regionalsport.
Skispringer Yanick Wasser klassiert sich so weit vorne wie noch nie. Snowboarderin Ladina Caviezel muss den nächsten Rückschlag hinnehmen. Das und noch mehr lief am Wochenende im Regionalsport.
Skispringen: Yanick Wasser gelingt neue Bestleistung im Weltcup
Für den Benkner Yanick Wasser stand am Wochenende der Heim-Weltcup in Engelberg im Programm. Der 21-Jährige kam dabei zu seinen beiden ersten Einsätzen auf höchster Stufe in der laufenden Saison. Am Samstag segelte Wasser 127,5 Meter weit und erreichte mit 132,7 Punkten Rang 34. Das reichte nicht für die Qualifikation zum Finaldurchgang.
Tags darauf lief es ihm besser. Mit 120 Metern (131,2 Punkte) zog er als 28. in den Final ein. Dort landete er gar erst nach 132 Metern, erhielt aber weniger Punkte (126,9). Dennoch machte er in der Endabrechnung Plätze gut und klassierte sich im 26. Schlussrang. Damit übertraf der Benkner seine Bestleistung im Weltcup auf der Grossschanze um zwei Plätze. Im Skifliegen hat er es dagegen schon einmal auf den 24. Rang geschafft, im vergangenen März im norwegischen Vikersund. (su)
Volleyball: Jonern gelingt in Amriswil kein Exploit
Die NLA-Volleyballer des TSV Jona verlieren auswärts gegen Volley Amriswil mit 0:3 Sätzen. Das Spiel war indes ausgeglichener, als das Resultat vermuten lässt.
Konnten die Joner den amtierenden Schweizer Meister in der Vorrunde noch bezwingen, setzte es diesmal eine Niederlage ab. Nach deutlich verlorenem Startsatz (17:25) kämpfte sich das Team vom Obersee zurück in die Partie. Trotz deutlichem Rückstand von 12:17 im zweiten Durchgang glich Jona zum 19:19 wieder aus. Die Gäste konnten daraus aber kein Kapital schlagen, Volley Amriswil setzte sich mit 25:22 durch.
Ein gleiches Bild zeigte sich im dritten Satz. Nachdem Amriswil zur Satzmitte noch in Führung lag, wurden die Joner immer besser und kamen sogar zu Satzbällen. Doch keine der drei Möglichkeiten, den Satz zu beenden, konnten sie nutzen. Am Schluss waren es die Favoriten aus dem Thurgau, die zum 30:28 den Satz und somit das Spiel beendeten.
Trotz Niederlage geht der TSV Jona auf dem guten dritten Tabellenrang in die Weihnachtspause. (bom)
Snowboard alpin: Caviezel ist froh um die Wettkampfpause
In Carezza (ITA) hatte die Uznerin Ladina Caviezel am Donnerstag einen kleinen Lichtblick erlebt; im vierten Parallel-Riesenslalom erreichte sie erstmals in dieser Weltcup-Saison die Finalläufe (Rang 10). Zwei Tage später ging es dann wieder in die falsche Richtung. Die 32-Jährige, die Ende Saison ihre Karriere beenden wird, blieb im Parallel-Slalom beim Heim-Weltcup in Davos in der Qualifikation hängen. Wenn auch nur hauchdünn: Sechs Hundertstelsekunden fehlten ihr als 17. zum Sprung in die K.o.-Läufe der Top 16. «Im ersten Qualifikationslauf fuhr ich zu verhalten, im zweiten konnte ich auch nicht wirklich aufdrehen und blieb kurz vor der Kuppe noch mit der Kante hängen. So reichte es am Ende nicht», ärgerte sich Caviezel.
Entsprechend freut sie sich nun auf die rennfreie Zeit. Sie werde trainieren, aber auch den Kopf etwas lüften, um dann topmotiviert ins neue Jahr steigen zu können. «Ich konnte meine Leistung zuletzt nicht abrufen. Aber ich bin positiv gestimmt, dass ich mich Schritt um Schritt verbessern kann und es dann wieder klappt in den Rennen.» Hoffnung macht ihr auch der Austragungsort des nächsten Wettkampfes: «Die Piste in Scuol liegt mir», sagt sie dazu. Im Unterengadin steht am 10. Januar ein Parallel-Riesenslalom im Programm. Bis zu den Olympischen Winterspielen im Februar folgen dann noch fünf weitere Einzelrennen und zwei Team-Wettkämpfe – ein enorm dichtes Programm.
Radquer: Kuhn stürzt – überzeugt aber tags darauf
Belgien stand dieses Wochenende gleich doppelt im Zentrum des Radquer-Weltcups. Während sich die Fahrerinnen und Fahrer am Samstag in Antwerpen massen, wurde tags darauf in Koksijde gefahren.
Das Wochenende begann allerdings aus Schweizer Sicht wenig verheissungsvoll. Für Schweizer Meister Kevin Kuhn vom VC Eschenbach war das Rennen in Antwerpen nach einem heftigen Crash beim Start schon nach kurzer Zeit vorbei. Am Sonntag meldete er sich aber eindrücklich zurück: Der 27-Jährige fuhr als 14. in die Top 15. Beide Rennen wurden zur Beute des niederländischen Rad-Superstars Mathieu van der Poel.
Auch die Schännerin Jana Glaus stand in Belgien zweimal im Einsatz. Und auch der 20-Jährigen lief es am Sonntag deutlich besser. Sie steigerte sich gegenüber Samstag vom 63. auf den 46. Rang. Den Sieg holte sich an beiden Tagen Lucinda Brand. In Antwerpen folgten direkt hinter ihr drei Landsfrauen, in Koksijde gar deren sieben. (pd)
Eishockey: Lakers Ladies feiern vierten Vollerfolg
Das Frauenteam der Rapperswil-Jona Lakers beisst sich im Mittelfeld der zweithöchsten Liga SWHL B fest. Beim Tabellenneunten Sursee setzten sich die auf dem fünften Rang klassierten Rosenstädterinnen mit 5:2 durch und feierten damit ihren fünften Saisonsieg, den vierten nach regulärer Spielzeit.
Aleksandra Lidskaia schoss die Lakers mit einem Doppelpack (8./13.) früh mit 2:0 in Front. Den ersten Treffer erzielte sie sogar in Unterzahl. Sursee kämpfte sich aber zurück. Nach dem Ausgleich (46.) hatten die Rapperswil-Jonerinnen aber schnell eine Antwort parat. Keine fünf Minuten später hatten sie dank Treffern von Sharon Roccella und Lidskaia wieder eine Zweitore-Führung im Rücken. Den Schlusspunkt setzte Shirin Kalt eine gute Minute vor Schluss mit einem Shorthander ins leere Tor. (su)
Unihockey: Bittere Pille für die Flames vor Weihnachten
Das Erstligateam der Jona-Uznach Flames verliert das letzte Spiel im Jahr 2025 vor eigener Kulisse gegen Herisau mit 6:7 nach Verlängerung. In einem über weite Strecken ausgeglichenen Spiel machte sich das Heimteam das Leben mit Eigenfehlern und ungenutzten Torchancen unnötig selber schwer.
Der Start ins Spiel hätte für die Flames fast nicht besser laufen können: Mit einer aussergewöhnlichen Freistossvariante direkt vor dem Tor von Herisau traf Krieg bereits in der 2. Minute zur Führung. Anschliessend bestand das Spiel vor allem durch ungenutzte Torchancen, bis Herisau in der 17. Minute mit einem Weitschuss der Ausgleich gelang. Die Flames legten zwar durch Sturzenegger in der 19. Minute wieder vor, keine Minute später netzte dann aber auch Herisau erneut ein – notabene wieder mit einem Distanzschuss.
Im Mittelabschnitt nutzten die Gäste eine Flames-Strafe zur erstmaligen Führung. Bis zur zweiten Pause gelang den Flames dank Toren von Lüthi und Sturzenegger wieder die Wende zum 4:3.
Die Startphase des Schlussabschnitts bot viel Spektakel: Durch Broder und Müller konnten die Flames zweimal erhöhen, Herisau gelang aber jeweils umgehend wieder der Anschluss – und in der 51. Minute dann sogar der Ausgleich.
Beim Stand von 6:6 ging es in die Verlängerung. Und dort sicherten sich die Gäste nach rund achteinhalb Minuten nach einem Freistoss den Zusatzpunkt. (eing)
Inlinehockey: Linth feiert zwei Kantersiege ohne Gegentor
Die erste Mannschaft des IHCSF Linth kann auf ein perfektes Wochenende in der Cup-Finalrunde zurückblicken. Sowohl gegen Rolling Stoned Tuggen (7:0) als auch einige Stunden später gegen die dritte Equipe des eigenen Vereins (9:0) setzte sie sich am Samstag diskussionslos durch. Damit lösten die Kaltbrunner die Z-Fighters Oberrüti-Sins, die allerdings ein Spiel weniger absolviert haben, als Leader ab. Am 10. Januar um 20 Uhr kommt es in Kaltbrunn zum Direktduell der beiden Topteams. (su)
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