Schwimmen in der Badi oder in Flüssen und Seen: So wisst ihr, ob Schwimmen möglich ist
Mitte Mai war der offizielle Start in die Schweizer Badesaison. Die Temperaturen laden aber erst jetzt wirklich zum Schwimmen ein. Wir erklären, wie ihr wisst, ob ein Gewässer schon sicher genug ist.
Mitte Mai war der offizielle Start in die Schweizer Badesaison. Die Temperaturen laden aber erst jetzt wirklich zum Schwimmen ein. Wir erklären, wie ihr wisst, ob ein Gewässer schon sicher genug ist.
Wann darf gebadet werden?
Ab einer Wassertemperatur von 13 Grad ist an längeres Baden zu denken. Dabei ist es wichtig, behutsam und langsam ins Wasser zu gehen. Wie der deutsche Kanuverband schreibt, kann man sich mit einer einfachen Faustregel vor einer Unterkühlung schützen: Schwimmerinnen und Schwimmer sollten nicht länger als eine Minute pro Grad Celsius im Wasser bleiben. Für 13 Grad wären das 13 Minuten.
Ein Neoprenanzug hält den Körper deutlich länger warm. Er verdoppelt die Planschzeit jedoch nur. In diesem Beispiel wäre spätestens nach 25 bis 30 Minuten Schluss mit lustig.
In Flüssen ist nebst der Wassertemperatur auch die Abflussgeschwindigkeit zu beachten. Diese ist abhängig von der Wassermenge in einem Fluss. Solche Informationen und Daten sind auf Webseiten von Flussfreibädern oder bei kantonalen Messstellen, wie zum Beispiel der des Kantons St. Gallen, zu finden.
Eine weitere Herausforderung beim Baden in wilden Flüssen ist es, ins Flussbett zu steigen und es zu verlassen. Es ist oft rutschig, weshalb eine sichere Einstiegstelle das Unfallrisiko laut der Suva senken kann. Auf Sprünge in den Fluss sollte verzichtet werden.
So geht Schwimmen in kalten Gewässern
Für Abenteuerlustige gibt es auch ein nächstes Level: das Eisbaden. Dabei gilt es, langsam die Dauer des Aufenthalts im 5 Grad kalten Wasser zu steigern. Anfängerinnen und Anfänger können sich durch eiskaltes Duschen langsam an die Sache herantasten. Dabei gilt es die eigene Atmung zu kontrollieren und fokussiert zu bleiben. Laut «graubünden.ch» hat Baden im eiskalten Wasser viele positive Effekte.
Personen, die sich regelmässig kühlen Temperaturen aussetzen, können das eigene Energieniveau steigern, die Durchblutung verbessern sowie Willenskraft und Widerstandsfähigkeit trainieren. Zudem empfinden Eisbaderinnen und Eisbader nach überstandenem Kältestress oftmals ein Erfolgsgefühl. Somit stärkt das Kältetraining auch das eigene Wohlbefinden und die psychische Gesundheit.
Wo in der Schweiz kann gebadet werden und wo nicht?
In der Churer Badi Obere Au ist Schwimmen dank beheiztem Becken auch bei kühlerem Frühsommerwetter möglich. Im geschichtsträchtigen Freibad Sand ist der Pool unbeheizt, was vor allem im Hochsommer eine willkommene Abkühlung bieten kann. Hartgesottene können auch schon im Caumasee auf 997 Metern über Meer ins Wasser steigen. Im Klöntalersee ist Baden bei 10 Grad nur mit Neoprenanzug möglich. Dasselbe gilt für den Walensee.
Am wärmsten ist es erwartungsgemäss in den Tessiner Seen. Im Luganersee stieg das Quecksilber bis auf vergleichsweise milde 18 Grad und im grösseren Lago Maggiore auf 15 Grad.
Vorsicht geboten ist im Greifensee, Zürichsee und Neuenburgersee. Dort verbreiten sich, wie «freizeit.ch» schreibt, giftige Blaualgen, was das Baden trotz ausreichend hohen Temperaturen von 16 Grad verunmöglicht.
Nicolas Boschung ist in der Nähe des Greifensees im Zürcher Oberland aufgewachsen. Der gelernte Verpackungstechnologe hat in Chur Multimedia Production studiert. Seit 2023 arbeitet er als Produzent Online für «suedostschweiz.ch».
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