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Mit Lärm gegen den Lockdown

Mit Lärm gegen den Lockdown

Am Samstagmittag hat eine Gruppe von Wirtinnen und Wirten auf dem Regierungsplatz in Chur mit Pfannendeckeln gegen den Mini-Lockdown der Restaurants demonstriert.

Ursina
Straub
vor 1 Monat in
Aus dem Leben

Initiiert wurde die bewilligte Kundgebung am Samstagmittag auf dem Churer Regierungsplatz mit dem Motto «Üs lupft’s dr Deckel!» von Renato Feurer, Inhaber und Geschäftsführer eines KMU-Gastrobetriebs in Chur. Grund der Demonstration war der verordnete Mini-Lockdown für die Bündner Gastrobetriebe.

«Die Massnahmen der Regierung gehen zu weit», ist Feurer überzeugt. Er empfiehlt deshalb, die Strategie zu ändern. Wie ein solcher Strategiewechsel aussehen könnte, hat er in einem Brief an die Regierung skizziert – und das Schreiben nach der Aktion an die Tür des Regierungsgebäudes hinterlegt. So fordern Feurer und Gleichgesinnte etwa, der Kanton solle Risikogruppen konsequent schützen – und gleichzeitig alle Zusatzmassnahmen stoppen, damit die Restbevölkerung selbstbestimmt und ohne Einschränkungen leben könne.

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Die Schliessung der Gastronomie wird an den Fallzahlen nichts ändern. Das kann man leicht in den angrenzenden Ländern ersehen. Die Gastronomie war am Ansteigen der Zahlen im Herbst auch nicht der ausschlaggebende Faktor. Dies wurde den kompletten Sommer über auch anschaulich widerlegt. Die Schutzkonzepte waren sehr erfolgreich, die Fallzahlen sehr tief, obwohl alles geöffnet war. Die Infektionszahlen sind parallel mit der Öffnung der Schulen Ende der Ferien rasant nach oben gegangen (wie auch in allen anderen EU-Ländern). Über die Schulen bekommt das Virus Zugang zu allen Familien des Landes. Solange diese geöffnet bleiben, wird sich am Zustand auch nicht viel ändern. Man vergleiche nur das Frühjahr mit der jetzigen Situation. Der einzige Unterschied war, dass die Schulen geschlossen wurden, mit dem Erfolg, dass die Zahl der Infektionen relativ rasch zurückgingen. Diese Massnahme jetzt wieder zu ergreifen, erscheint mir unablässig. Gleichzeitig sollte man die Risikogruppe ausreichend schützen, bis ein erfolgreicher Impfstoff gefunden ist, anstatt das halbe Wirtschaftsgeschehen in Grund und Boden zu reiten. Dies wird langfristig zu mehr Schäden führen, als es Covid 19 jemals schaffen wird. Man vergisst anscheinend, dass es auch noch andere Todesarten gibt. In Corona-Hysterie nicht nachvollziehbare Massnahmen gegen einen Wirtschaftszweig zu erlassen, ihn zum Sündenbock für etwas hinzustellen, wofür er nicht verantwortlich ist, wird ganz sicher keine positiven nachhaltigen Ergebnisse in der Corona-Politik liefern.

Wieso wird nicht eine dringende Sitzung des Parlaments einberufen? Das letzte Wort hat doch das Volk, bzw. die Volksvertreter und nicht die Regierung. Schlafen FDP-CVP-BDP eigentlich, dass ihre Kantonsvertreter diesen nicht nachvollziehbaren Entscheid nicht kippen, und in einer Notsession beschliessen, den RR-Entscheid sofort rückgängig zu machen? Warum wird verschwiegen, welche bürgerlichen Regierungsräte neben dem SP-Mann auch für diese Zwangsschliessung gestimmt hat? Wir Wähler haben das Recht das zu wissen. Die Regierungsräte, die wir mit fetten Gehältern versorgen, sind dem Volk unterstellt, nicht wir ihnen. Das Volk/Parlament hat das letzte Wort, der RR hat nur auszuführen. (solange wir kein Rahmenabkommen mit der EU haben).

Pfannendeckel werden die Herren Regierungsräte nicht beeindrucken - viel wirksamer sind Wahlzettel, das macht den Herren Angst. Den Beschluss haben 2 von der CVP, je 1 FDP, 1 BDP, 1 SP Regierungsrat gefällt. Also liebe Gastronomen, vielleicht mal gescheiter die SVP-Kandidaten statt CVP und FDP wählen, dann wären eure Restaurants und Bars noch offen (denn SVP wehrt sich, wie die beiden SVP-Bundesräte, für das Gewerbe, im Gegensatz zur Anti-SVP-Koalition von CVP-FDP-BDP).

Die Zielsetzung der Pfannendeckeleien (akustischen Gewalt) finde ich zu kurz gedacht und rücksichtslos und geldgierig (vergleiche Skigebiete: Österreich ist mehr virusbetroffen als Deutschland und schliesst die Skigebiete für Ausländer, während die Schweiz, die noch mehr virusbetroffen ist als Österreich, sie öffnet, mutmasslich, weil das reichste Land der Welt am verlumpen ist, den Eindruck hatte ich bereits am 29.11.2020 Konzerninitiative):
Zitat: "So fordern Feurer und Gleichgesinnte etwa, der Kanton solle Risikogruppen konsequent schützen – und gleichzeitig alle Zusatzmassnahmen stoppen, damit die Restbevölkerung selbstbestimmt und ohne Einschränkungen leben könne."
Meine Translation: "damit die Restbevölkerung ohne Schutz 'leben' müsse" ("Selbstbestimmung" übersetze ich eher mit "Wilder Westen").
Gastro-Besitzer Renato Feurer empfiehlt der Regierung deshalb, die Strategie zu ändern.
Das empfehle ich schon lange, aber in ganz anderem Sinne (bzw. nicht um den persönlichen Zaster zu maximieren, sondern um die Welt zu retten): Radikale Änderung des Geld-/Wirtschaftssystems:
'Banks rob us!'
Canadian girl becomes Internet sensation after exposing banksters :
https://www.youtube.com/watch?v=7qBG8hheSOY

Regierungsrad Caduff ist hoffnungslos überfordert. Anstatt wie im Wallis in den Monaten Oktober & November zu reagieren, hatte er geschlafen. Jetzt schliesst er die Restarateure, welche mit guten Schutzkonzepten gut funktionierten
und treibt eine Berufsgruppe in den Konkurs! Einfach absolute Unfähigkeit!

Liebe SO: wie wärs mit einem Beitrag zu nachfolgender, konstruktiver Aktion von Gastro Graubünden:

Liebe Gastronomen

Der erneute Lockdown trifft Euch hart. GastroGraubünden wird alles daran setzen, dass eine Fortführung des Betriebes ab dem 19. Dezember 2020 wieder möglich wird.
Die Entschädigungen sind ein kleiner Trost. Ich verstehe, dass Ihr Euch um Eure Gäste kümmern wollt.

Um wenigstens die Food Waste-Problematik zu lösen, konnte GastroGraubünden mit Tischlein deck dich spontan eine Zusammenarbeit abmachen:

Meldet Eure (verderblichen) Lebensmittel, diese werden abgeholt und in 12 Abgabestellen in Graubünden an 4'000 armutsbetroffene Menschen verteilt!

Ihr habt 3 Möglichkeiten, Euch anzumelden: telefonisch, per Mail oder Ihr bringt Eure Waren selbst vorbei.

1) Hotline für Gastronomen morgen Samstag, 5. Dezember 2020, von 8 bis 11 Uhr, oder ab Montag, 7. Dezember 2020

Telefone
081 257 21 27
081 257 21 28
081 257 21 30

2) Per Mail
boban.durkalic@kiga.gr.ch

3) Oder Direktanlieferung (ab Montag, 7. Dezember 2020)
Tischlein deck dich
Grossbruggerweg 2
7000 Chur

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