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Ausgesetzte Schildkröten finden neues Heim in Chavornay VD

In Chavornay VD ist am Freitag ein neues Heim für ausgesetzte Schildkröten eingeweiht worden. Die alte Auffangstation platzte aus allen Nähten. Rund 2400 Schildkröten sind dort bereits untergebracht.

Agentur
sda
Freitag, 28. Juni 2019, 17:38 Uhr Chavornay VD
In der Schweiz werden jedes Jahr mehrere hundert Schildkröten ausgesetzt. Die Auffangstation in Chavornay VD wurde vergrössert und hat nun Platz für bis zu 4500 Tiere. (Symbolbild).
In der Schweiz werden jedes Jahr mehrere hundert Schildkröten ausgesetzt. Die Auffangstation in Chavornay VD wurde vergrössert und hat nun Platz für bis zu 4500 Tiere. (Symbolbild).
KEYSTONE/CYRIL ZINGARO

Rund 2000 Quadratmeter Garten, 800 Quadratmeter Gewächshäuser und Gebäude sowie rund dreissig Wasserbecken umfasst die neue Auffangstation der Vereinigung Emy für den Schutz und die Aufnahme von Schildkröten. Unter dem neuen Dach haben bis zu 4500 Schildkröten Platz, wie der Präsident der Vereinigung, Jean-Marc Ducotterd, sagte.

Die Vereinigung Emy feierte vergangenes Jahr ihr 25-Jahr-Jubiläum und ist inzwischen schweizweit bekannt. Im Jahr 2015 beispielsweise übernahm das Zentrum im Waadtland fünfzig Schildkröten aus einer Schildkrötenstation aus der Ostschweiz, welcher nicht mehr die Mittel hatte, die Tiere artgerecht zu pflegen. Auch wenn sich Ducotterd über die Einweihung der neuen Auffangstation freut, verhehlt er nicht, dass ihn der Erfolg auch beunruhigt.

Tiere werden oft älter als Halter

Das Problem sei, dass die Schildkröte kein Tier sei, das gerne in Gesellschaft lebe, sagte Ducotterd der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Ausserdem haben Schildkröten ein sehr langes Leben. Sie können zwischen fünfzig und 150 Jahre alt werden. Wenn die Halter alt werden, werden sie der Tiere oft überdrüssig, bedauert Ducotterd.

Das Zentrum in Chavornay habe vergangenes Jahr 570 Schildkröten erhalten, also mehr als eine pro Tag. Die neue Station kostete rund zwei Millionen Franken und wurde hauptsächlich durch Spenden finanziert. Rund 25 Freiwillige helfen bei der Pflege der Tiere.

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