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SPORT / Dienstag, 09. März 2010
Es bleibt nur der Kampf
Silvano Umberg
 

«Wir spielen um einen frühen Urlaub», meinte Lakers-Verteidiger Thomas Pöck nach der letzten Qualifikations-Partie vorausblickend auf die erste Playout-Runde. Von einem «Schweiz-Neuling», der den Grossteil seiner bisherigen Eishockey-Karriere in Nordamerika (in geschlossenen Ligen) bestritt, sind solche Worte entschuldbar. Würden sie von einem anderen Eisblauen stammen, müsste den Klubverantwortlichen angst und bange werden. Denn dies würde zeigen, dass die Spieler den Ernst der Lage selbst jetzt noch nicht begriffen haben.

In letzter Konsequenz geht es für den NLA-Klub vom Obersee in den kommenden Wochen um nicht weniger als das nackte Überleben. Ein Abstieg in die wirtschaftlich unattraktive National League B wäre höchstwahrscheinlich das Aus für die Lakers Sport AG, die in Rapperswil-Jona für den professionellen Eishockey-Betrieb zuständig ist. Bereits der Gang in eine zweite Runde (geschweige denn in die Ligaqualifikation) könnte dazu führen, dass den Sponsoren und Investoren die Lust vergeht, sich weiterhin bei den Eisblauen zu engagieren.

Die Wahrscheinlichkeit, dass es noch lange dauert, bis Pöck und Co. in den Reisebüros auftauchen, ist grösser, als den Lakers-Supportern lieb sein dürfte. Sportlich befinden sich die St. Galler seit Saisonbeginn in einer Negativspirale - allen Trainerwechseln zum Trotz. Dazu kommt die prekäre Personalsituation. Nicht weniger als fünf Stammspieler sind derzeit verletzt, darunter Schlüsselfiguren wie Noël Guyaz, Loïc Burkhalter oder Michel Riesen. Das Plus an spielerischer Qualität, welches das komplette Lakers-Team in einem Duell gegen die SCL Tigers in die Waagschale hätten werfen können, ist weg.

Es bleibt nur eine Option: Die Lakers-Spieler müssen Charakter beweisen, die Ärmel hochkrempeln und sich den Tigern zum Kampf stellen. Nur so können sie die für ihre Kampfkraft bekannten Emmentaler niederringen. Speziell in der Pflicht stehen die Führungsspieler, Typen wie Christian Berglund oder Thierry Paterlini. Sie müssen nun beweisen, dass sie ihr Geld wert sind.

 
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Donna B


 
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