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SPORT / Montag, 22. Februar 2010
Guter Lohn für mässige Leistung
Handball GS Stäfa schlägt auswärts die Kadetten Espoirs knapp 24:23
Mit dem mühevollen Arbeitssieg sicherte sich GS Stäfa den 1. Rang in der Qualifikation und damit drei Bonuspunkte für die Aufstiegsrunde.
Peter Wettstein, Schaffhausen
 
Gian Ryffel rettet Stäfa mit starken Paraden den knappen Sieg. (Archiv Reto Schneider)
 

«Das Beste sind die zwei Punkte», lautete das Fazit von Stäfas Vorstandsmitglied Rainer Holzinger nach einem schwachen Spiel zweier ersatzgeschwächter Mannschaften. In der Tat passte im Spiel des Leaders wenig zusammen. Da Predrag Milicic zudem manngedeckt wurde, fiel es besonders ins Gewicht, dass zurzeit drei Rückraumspieler verletzt ausfallen.

In der kalten, stimmungslosen Halle reihten die Stäfner unerklärliche technische Fehler, Fehlpässe und leichtfertig vergebene Einschussmöglichkeiten aneinander. Das führte dazu, dass das Resultat lange ausgeglichen blieb, obwohl auch der Gegner mit seinem langsamen Spiel nicht wirklich gefährlich agierte. Für das einsame Highlight der ersten Halbzeit sorgte dann Milicic, der nach Ablauf der ersten 30 Minuten den noch fälligen Freiwurf mit einem Fall-Seitwurf zum 11:8 in die Torecke zirkelte.

Führung beinahe verspielt

Zu Beginn der zweiten Halbzeit liessen die Gelbschwarzen für einige Minuten ihre spielerischen Fähigkeiten aufblitzen, was eine 6-Tore-Führung einbrachte. Doch allzu bald knüpfte das Team wieder an die Leistung des ersten Umgangs an, und als Roman Schudel drei Minuten vor Schluss der Anschlusstreffer für die Schaffhauser gelang, musste das Lager der Seebuben wieder um den Sieg bangen.

Mit etwas Glück und einer starken Leistung von Torhüter Gian Ryffel (14 Paraden, davon 2 abgewehrte Penaltys) konnten die zwei Punkte schliesslich gesichert werden.

Unterschiedliche Gefühlslage

Beide Trainer beurteilten die Leistungen ihrer Teams weniger kritisch als der neutrale Beobachter. Michael Suter, der Trainer der Schaffhauser (und in der U19-Nati auch der beiden Stäfner Kevin Jud und Jonas Mächler), konnte seine Enttäuschung natürlich nicht verbergen. «Wir haben ein gutes Spiel gezeigt und hätten gegen den Leader einen Punkt verdient gehabt.»

«Auch solche Spiele muss man gewinnen», sagte Markus Jud, der Übungsleiter der Stäfner. «Ich bin froh, dass uns das gelungen ist und nun der erste Rang in der Qualifikation feststeht.» In der Aufstiegsrunde dürften dann allerdings solche Leistungen nicht mehr zum Sieg reichen.

Nationalliga B: Kadetten Espoirs - GS Stäfa 23:24 (8:11)

Schweizersbild. 50 Zuschauer. SR: Baumann/Cristallo. Torfolge: 3:3, 7:7, 7:10, 8:11; 9:15, 12:15, 13:17, 16:20, 19:21, 19:24, 23:24. Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Schaffhausen, 2-mal 2 Minuten gegen Stäfa.

Schaffhausen: Hügli/Meier (für 2 Penaltys und ab 52.); Erni, Behr (3), Merki, Schudel (3), Starikov, Radomir (8), Kubli, Miletic, Müller (3), Mustapic, Ryhiner (5), Cvijetic (1).

Stäfa: Ryffel; Mächler, Füglister (2), Pulver (1), Petrig (5), Michel, Siegenthaler (1), Milicic (6/3), Grimm (1), Jud (7/2), Brunner, Bleuler (1).

Bemerkungen: Schaffhausen ohne Burkhard und Hartmann, Stäfa ohne Bosshard, Riis und Maag (alle verletzt), setzt Perisa nicht ein. Time-out: Schaffhausen (25./7:9 und 51./19:22), Stäfa (56./22:24).

 
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