Die Einladung zum CSI Zürich 2012 kam für Fricker überraschend. «Nach dem Springen in Basel wurde ich für die Teilnahme an den Mercedes Classic Rolex FEI World Cup angefragt. Natürlich habe ich erfreut zugestimmt und kurz entschlossen mein Programm geändert», verriet die sympathische Unterländerin, die zurzeit mit ihren acht Pferden vom Hofgut Albführen bei Otto Becker in Münster (D) trainiert.
Nach einem Sturz in Donaueschingen im Jahr 2010 und einer Auszeit galt es für die Schöfflisdorferin, sich an die Spitze der Springreiter-Elite zurückzukämpfen. Um mit den Weltbesten mitzuhalten, sind nicht nur talentierte Springpferde erforderlich, sondern auch ein perfekter Plan und Aufbau. Fricker geniesst offensichtlich das volle Vertrauen ihres Sponsors. In Zusammenarbeit mit Otto Becker, Bundestrainer der deutschen Springreiter, und ihrem Schweizer Coach Hansueli Sprunger entscheidet sie selbst über Einsatz und Training der ihr anvertrauten Pferde.
Mit zwei Pferden am Start
Angesprochen auf ihre Wahl am CSI Zürich, meinte die ambitionierte Schöfflisdorferin: «Als Reiterin spüre ich, wie oft und wann ich meine Pferde zum Einsatz bringen kann. Im Hallenstadion setze ich auf Albführen?s Memphis, weil er am meisten Routine auf dieser Höhe mitbringt. Dem Heimpublikum präsentiere ich auch die neunjährige Stute Paille.»
Während die Paradepferde für den Grossanlass in Zürich-Oerlikon in Schuss sind, musste sich Alexandra Fricker von einer hartnäckigen Grippe erholen. «Reiten erfordert Kraft, Konzentration und Körperbeherrschung, deshalb ist es ausgesprochen wichtig, auch selbst fit zu sein», erklärte Alexandra Fricker Anfang der Woche mit noch stark erkälteter Stimme.
Für den CSI Zürich hat sich die zielstrebige Amazone wie immer vorgenommen, das Beste zu geben und möglichst vorne mitzureiten. Dass mit ihr zu rechnen ist, bewies der 7.?Rang am vergangenen Wochenende in Leipzig. Mit einem Fehler im Stechen des Championats klassierte sie sich im Sattel von Albführen?s Memphis direkt hinter Rolf-Göran Bengtsson, dem Weltranglistenersten, mit Kiara La Silla. Der Schwede und die Unterländerin treten am CSI Zürich von heute Freitag bis Sonntag in einem Programm mit zwölf Prüfungen unter anderen gegen neun Konkurrenten an, die in der Weltrangliste unter den besten 15 figurieren.
